Motto der Tour: -  Die Kurzentschlossene -

Sehnde – Goslar – Göttingen – Diekholzen – Sehnde

Ich hatte 1 Woche Urlaub und eigentlich was Anderes vor, doch leider ist dieses ins Wasser gefallen, so musste ich mir was einfallen lassen, um den Urlaub nicht Zuhause zu verbringen.

Radfahren geht immer, somit war schon mal die Urlaubsaktivität geklärt. Konnte ja nicht ahnen, dass das die heißeste Woche (bis 40°) werden sollte.

Eine 4 Tage lang dauernde Tour wäre genau richtig und jede Streckenlänge sollte um die 80 km betragen. Wo also sollte / wollte ich hinfahren? Außerdem ist noch zu klären, wo ich übernachten könnte, denn Unterkünfte in dieser kurzen Zeit noch zu bekommen, könnte etwas schwierig werden.

Da fiel mir mein Arbeitskollege ein, der wohnt seit neustem in Goslar und dann habe ich noch Freunde in Göttingen. Das war doch schon mal eine gute Idee und die Streckenlängen waren auch gut. Also hatte ich kurz bei beiden angerufen und gefragt, ob eine Übernachtung möglich wäre. Alles kein Problem, hier ein Zimmer, dort ein Sofa, das reicht mir, Hauptsache eine Möglichkeit zum schlafen.

Nun der Rückweg.

Tja, da blieb eigentlich nur die eine Übernachtungsmöglichkeit über. Ich musste meine ehemalige Lebensgefährtin in Diekholzen fragen. Sie war zwar etwas überrascht, aber auch hier wurde mir ein Schlafplatz auf dem Sofa angeboten. Der Rest der Strecke, von dort bis Sehnde, ist nur noch kurz und sollte in 2 -3 Stunden zu schaffen sein.


Montag, 24.06.2019

Heute wurden alle Vorbereitungen getroffen.

Ich wollte nicht über die Landstraßen fahren, sondern lieber auf den kleineren und ruhigeren Straßen. So suchte ich mir per Luftlinie die kürzeste Strecke heraus und orientierte mich an den in der Nähe verlaufenden Straßen und Wegen.

So bekam ich nicht nur den kürzesten Weg, sondern auch die wahrscheinlich schönere Strecke heraus. Mit diesen Daten wurde dann mein Garmin 64st bestückt.

Nun mussten noch die Satteltaschen gepackt werden. Da die Fahrt aber nur 4 Tage dauern sollte, war dieses schnell geschafft.


Dienstag, 24.06.2019

Eigentlich wollte ich erst um 6:00 Uhr aufstehen, aber ich war so unruhig und so war ich schon eine ½ Stunde früher auf.

Vor dem Frühstückt wurde sich erst einmal ordentlich eingecremt. Heute sollte es ein sehr sonniger Tag werden und auf einen Sonnenbrand konnte ich gut verzichten. Für Kopf und Nacken habe ich mein Cape mit einem Tuch über Nacken verlängert. So sollte ich eigentlich gut geschützt sein.

Frühstücken, Brötchen als Verpflegung geschmiert und da ich meine Satteltaschen schon gestern Abend ans Rad angebracht hatte, konnte es danach gleich losgehen.

Abfahrt um 6:25 Uhr

Abfahrt vor unser Tür

Gegen 6:40 war ich in Rethmar und muss anhalten, irgendwas schleift am Rad. So richtig was konnte ich aber nicht finden, wahrscheinlich schleift das Hinterrad am Schutzblech. Ich hatte ein paar Tage zuvor das Hinterrad geflickt und es wohl nicht genau zentriert eingebaut. So wurde kurzer Hand das Hinterrad gelöst und gerichtet.

Jetzt war nichts mehr vom Schleifen zu hören und ich konnte meinen Weg beruhigt weiter fortsetzen.

Nach dem Golfplatz von Rethmar ging es leider doch auf die Landstraße, es gab keinen anderen Weg. Doch hier war kein Verkehr und so lies sich die Strecke gut fahren. Schnell hatte ich die ersten Kilometer hinter mir.

In Betmar ging es abseits der Landstraße, auf einem schönen Wirtschaftsweg, weiter. Hier traf ich auf einen kleinen, gut gelegenen Rastplatz mit Tisch und Bänken.

8: 20 Uhr, 22,8 km

Erste Pause

Ich machte meine 1. Pause und loggte meinen 1 Cache auf dieser Strecke. Da hier auch zwei Herren rasteten nutzte ich die Gelegenheit und ließ ein Foto von mir machen.

8:30 Uhr, es ging weiter.

Meinen erster Anstieg auf dieser Tour begann mit einem schönen Einstieg. Es ging gleich richtig los. Nicht, dass es gleich richtig hoch ging, nein der schöne Weg änderte sein Gesicht und wurde zu einer groben Schotterstrecke. Keine Chance, zu fahren, ich musste absteigen und das Rad schieben. Gut, dass es durch einen Wald ging, so kam ich nicht allzu sehr ins Schwitzen.

WiesenRadWeg

Oben angekommen, überquerte ich die Autobahn A7. Tausend mal bin ich schon unter dieser Brücke durchgefahren, jetzt war es das erste Mal, dass ich darüber fuhr.

Der Weg hinunter ging auch auf Schotter, aber dieser hier war nicht so grobkörnig. Schnell war ich wieder aus dem Wald und erreichte nach wenigen Minuten Heersum.

Mein Garmin führte mich kreuz und quer durch Heersum, runter von den kleinen Straßen, auf Radwege und dann, dann stand ich auf einer Wiese. Kaum zu glauben, nichts vom Radweg oder Ähnlichem mehr zu sehen, doch ich vertraute meinem Navi und fuhr einfach weiter. Siehe da, nach ein paar Metern tauchte eine Brücke über die Innerste auf und es wurde wieder ein Weg sichtbar.

9:15 Uhr, 31,3 km

Jetzt ging es wieder ein wenig über die Landstraße. Hier machte ich ein Bild vom Schloss Derneburg (www.hallartfoundation.org), loggte Cache 2 und stand um Bushäuschen

9:30 Uhr, an der Schranke in Holle.

Hier gab es ein Bushäuschen bemalt mit einem schönen Bild. Ich setze mich hinein und versuche, mit Selbstauslöser, ein Foto zu machen, wie ich in diesem Wohnzimmer saß.

Kurz nach der Schranke fand ich Cache 3.

Es ging durch Holle und Sillium (Cache 4) wo ich die Landstraße verließ und auf einem Wirtschaftsweg weiter fuhr. Zur Abwechselung ging es mal wieder schön aufwärts. Ganz schön anstrengend, aber ich schaffte es bis nach oben zu fahren.

10:10 Uhr, wieder überquerte ich die A7 und machte, für meinen Kollegen der hier immer abbiegen muss, ein Bild vom Autobahnschild „Salzgitterkreuz“.

Wie konnte ich nur glauben, dass ich den Berg geschafft habe, jetzt ging es erst richtig los. Nach einigen Metern auf gutem Weg, ging es wieder rauf. Natürlich nicht auf gutem Weg, nein wieder war er voller Schotter und kaum zu befahren.

Ab der Brücke, quälte ich mich seit 45 Minuten hoch, dann machte ich eine 10minütige Pause.

Hier könnte ich noch einen Cache loggen, er ist höchsten 2 Meter vom Weg entfernt. Doch diese 2 Meter ginge es durch hüfthohe Brennnesseln und da ich nur ein T-Shirt und kurze Hose anhatte, wollte ich mir das nicht antun. So blieb dieser Cache ungeloggt. Ich nutzte die Pause und cremte mich nochmals ordentlich ein. Danach noch ein wenig getrunken und schon ging es weiter.

Asphalt-WiesenWeg

Kurze Zeit später ging der Weg in eine geteerte Straße über und führte mich auf die L498. Leider bedeutete das nicht, dass es abwärts ging. Nein, es ging immer noch weiter bergauf. Erst als ich den Wald verließ, ging es endlich auch wieder den Berg herunter.

Um nicht weiter auf der Landstraße zu fahren, bog ich kurz vor Sehlde rechts in einen Wirtschaftsweg ab. Dieser führte mich über das Dörfchen Alt Wallmoden nach Upen.

11:50 Uhr, 56 km

Hier waren meine 2 Liter Wasser leer. Ich musste mich jetzt um Nachschub kümmern, doch bei der Hitze war nirgends ein Mensch zu sehen. Langsam durch den Ort fahrend hielt ich Ausschau, ob ich jemanden sehe. Da sah ich aus den Augenwinkel ein vor ihrer Haustür arbeitendes Pärchen. Ich drehte um und ich bat sie um Wasser. Sie waren so nett und füllten meine Flaschen wieder auf.

Weiter ging es auf dem Wirtschaftswegen über Ostharingen und Palandsmühle nach Jerstedt. Ab hier waren die nächsten Wege zwar auch abseits der großen Straßen oder Orte, aber dafür waren sie teilweise eine Katastrophe. Mal wieder grober Schotter, Gras bewachsen, defekte Teerschicht oder aus Tonziegelscherben.

12:49 Uhr

Dann auch noch das, an einem Anstieg wollte ich herunter schalten, da sprang mir die Kette vom Ritzel. Bin schon geschafft durch die Hitze und jetzt auch noch die Kette wieder aufziehen. Gut dass ich dies auch kann, ohne mir die Finger schmutzig zu machen. Matthias Haustür

13:00 Uhr, 66 km

Goslar war schon fast in Sicht, da bekam ich in Höhe Kloster Riechenberg auch noch einen Oberschenkelkrampf. Ist wohl für die erste Tour dieses Jahr etwas zu viel Kilometer und zu viel Steigung gewesen. Ich gönnte meinen Beinen erst mal 20 Minuten Erholung.

13:25 Uhr, Goslar war erreicht.

Schön wäre es gewesen, wenn es auch schon mein Ziel gewesen wäre, denn ich bekam immer wieder einen Krampf. Jammern nützte alles nichts und so ich bin einfach ganz langsam weiter gefahren und stand um 13:35 Uhr, nach 70 Kilometern vor Matthias Haustür.


Tagesdaten:    68,6 km     7:00 Std.    Ø 9,08 km/h      4 Cache


Mittwoch, 26.06.2019

6:00 Uhr aufgestanden.

Ich hatte gut geschlafen, da ich ja ein eigenes Zimmer hatte und nicht auf dem Sofa nächtigen brauchte.

Noch gemütlich gefrühstückt und um 7:25 Uhr war ich abfahrbereit.

Forstweg

Schnell war ich raus aus Goslar, denn es ließ sich auf der Landesstraße gut fahren. Doch nach ca. 2,3 km war es vorbei, ich verließ die Straße und bog auf den Waldweg ab. Schließlich hatte ich nicht vor bis nach Clausthal-Zellerfeld auf der L241 zu bleiben. Abseits der großen Straße durch den Wald, das war es was ich wollte.

Das hatte ich nun davon, gleich nachdem ich auf den Waldweg abgebogen war, ging es schon los. Wieder mal Schotter und dann ging es auch noch fast senkrecht nach oben. Zu fahren waren nur einige Meter möglich und so wurde geschoben. Gut, dass es noch früh am Morgen war und der Weg im Schatten lag, sonst wäre ich wohl nie hoch gekommen.

Auf dem Waldweg

Irgendwann wurde aus dem Waldweg eine asphaltierte Straße. So konnte ich wieder aufs Rad steigen und langsam weiter aufwärts fahren.

Nach einer Weile sollte ich links abbiegen, doch wohin? Hier gab es zwar so was wie einen Weg, aber über den sind die Waldarbeiter mit ihren schweren Maschinen gefahren. Ich stieg ab und habe mir das mal genauer angesehen.

Nein, hier konnte ich unmöglich fahren. Zwar zeigte mein Navi an, dass sich die Wege von einander entfernten, dennoch blieb ich lieber auf der asphaltierten Straße.

Kurze Zeit später hörte ich laute Stimmen, das sind bestimmt die Waldarbeiter, die werde ich nach dem Weg fragen.

Waldarbeiter, nein, das waren Wanderer. Bei der Lautstärke werden die nie ein Tier im Wald sehen. Ich wartete bis sie heran waren und fragte nach einer Wanderkarte auf der man einen größeren Überblick hat. Sie hatten eine und konnten mir sogar sagen, dass ich auf der richtigen Strecke war. Ich sollte nur den Weg weiter fahren.

HöchsterPunkt

Super, so ließ ich noch schnell ein Bild von mir machen und setzte meinen Weg fort. Es dauerte auch nicht lange und ich kam an die Stelle, wo mein geplanter Weg, auf den jetzigen stieß. Gut das ich den nicht genommen hatte, der Weg war kaum noch zu erkennen. Er wäre sicher eine Abkürzung gewesen, doch die hätte bestimmt drei mal so lange gedauert.

9:00 Uhr, 8,7 km

Nach 391 Höhenmetern war ich oben am höchsten Punkt auf 695 Meter angekommen und machte ein Foto vom Schild, mit Angaben zu dem Wanderweg. Nachdem ich schon wieder 30 m abwärts gefahren war, fiel mir ein, ich könnte auch mal ein Foto vom Navi mit Höhenangaben machen.

Von jetzt ging es fast nur noch bergab. Ein oder zwei kleine Steigungen noch und schon war ich um 9:45 Uhr in Clausthal-Zellerfeld.

Bevor ich das Zentrum erreiche, wollte ich noch den Cache „Historisches Grenzgewässer“ loggen, doch so sehr ich auch suchte, ich fand ihn nicht. Ohne Log ging es weiter.

Mein Garmin leitete mich super durch den Ort, aber wenn man nicht aufpasst ist man dann doch falsch abgebogen. Na gut, machte nichts, ich fragte einfach einen Passanten wo ich die nächste Eisdiele finde.

War ganz einfach, an den nächsten beiden Kreuzungen rechts abbiegen und dann noch 100 Meter geradeaus. Schon konnte ich mir einen Platz sichern.

10:30 Uhr, 17,3 km

Ich saß in der Eisdiele mit einem großen Milchshake und meiner mitgebrachten Scheibe Brot.

Clausthal-Zellerfeld

20 Minuten später fuhr ich weiter, wieder mal auf der Landesstraße. Hier lief das Rad, nicht nur weil die Straße glatt geteert war, sondern weil es super abwärts ging.

Doch das währte nicht lange ich musste die Landesstraße verlassen. Jetzt ging es einen steilen Weg oder eher Trampelpfad nach unten und es wurde sehr holprig. Der Pfad bestand nur aus großen Schlaglöchern und großen Steinen. Gut, dass die Strecke nicht lang war, mein armes Fahrrad hätte bestimmt gelitten. Raus kam ich am Prinzen-Teich und hatte hier die Möglichkeit, wieder mal einen Cache 5 zu loggen.

Vom Teich weg ging es einen ähnlichen Trampelpfad wieder hoch. War ganz schön schwierig, aber nicht so weit wie vorher hinunter, darum war es zu schaffen. Oben angekommen stand ich auf einem asphaltierten Waldweg und ein Stück weiter auf der L241.

Wäre ich bloß auf der L241 geblieben. Diese Abkürzung hatte mir keinen Kilometer gebracht, aber viel Kraft gekostet.

Trotzdem fuhr ich nach einigen Metern wieder runter und bog in den Wald auf den Weg „Kleine Bremke“. Hier hatte ich Glück, es ging nur ein kleines Stück hoch, dann aber über eine schöne lange Strecke abwärts.

11:30 Uhr, 27,4 km

Zwar handelte es sich hier auch um eine Schotterstrecke, jedoch mit sehr feinem Schotter.

Schade war nur, dass ich immer wieder abbremsen musste, da ich zu schnell wurde. Teilweise schaffte ich es schneller als 40 km/h zu werden. Laufen lassen konnte ich das Rad nur, wenn ich weit genug sehen konnte, um bei einem Hindernis oder einer starken Kurve nicht zu riskieren, stark bremsen zu müssen.

Dennoch war es sehr holprig und ich verlor durch die Erschütterung mein Navi. Schade ich war gerade so in Schwung. Also anhalten, ein Stück zurücklaufen und es holen. Trotz einiger Kratzer hatte es den Sturz gut überstanden.

11:53 Uhr, 30,1 km, Osterode am Harz erreicht.

Bank in Osterode

Hier gab es unweit einer Kirche mal wieder einen Cache 6 für mich. Dafür war der zweite Cache hier in Osterode, einfach nicht zu finden. Ich war einfach zu blind, denn nach mir ist er, vom nächsten Geocacher, gefunden worden.

12:41 Uhr, 32,7 km

Bevor ich Osterode verließ, suchte ich mir auf einer Anhöhe, eine Bank mit schönem Blick über Osterode und machte Pause.

Nach 20 Minuten war die Pause vorbei und es ging weiter.

Auf einer breiten, leicht abwärts führenden Straße verließ ich Osterode.

Hier läuft kein Verkehr durch, die Straße führt nur zu den Solarfeldern und Äckern der Bauern. Leider musste ich hier einige Caches liegen lassen, es war mir einfach schon zu spät, für die noch vor mir liegende Strecke.

Leider wieder auf der L523 ging es zügig über den Ort Schwiegershausen, von wo ab ich über einen etwas abseits verlaufenden Wirtschaftsweg nach Wulften kam.

13:41 Uhr

In Wulften musste ich an einer herunter gelassenen Schranke eine Zwangspause einlegen, doch kaum war die Schranke wieder oben, folgte ich der Ausschilderung zu meinem geplanten Radweg.

Hätte besser etwas mehr auf die Beschilderung achten sollen, denn nach gut 150 Metern stand ich vor einer Absperrung, es ging hier nicht weiter.

Mein Wasser war auch mal wieder alle. So klingelte ich bei den dort am Radweg wohnenden Leuten und frage nach Wasser und warum der Radweg gesperrt ist. Ich erfuhr, das der Radweg wegen Brückenrenovierung gesperrt wurde. Ich müsste zurück zur Hauptstraße fahren und nach ca. 150 Metern rechts abbiegen. Dort sollte ich dann bald wieder auf den geplanten Radweg treffen.

Okay, es blieb mir nichts anderes übrig, ich musste zurück zur Hauptstraße.

Als ich an die Stelle kam, an der ich hätte nach rechts Abbiegen Beim TB Hotel müssen, entschied ich mich einfach weiter auf der Landesstraße zu bleiben. Vor allem, da sich die Wege nach ca. 2 km wieder trafen.

Genau an dieser Stelle war auch das Uncle Tom‘s TB-Hotel zu finden. Das heißt hier gibt es eine besondere Cachedose in der man Gegenstände zum weiterleiten an andere Cachedosen mitnehmen kann. (https://www.cachewiki.de/wiki/Travelbug).

Dieser Cache 7 befand sich in einer Imbissbude und das war auch ein Grund eine Pause einzulegen.

Essen wollte ich nichts, aber so ein schönes frisches alkoholfreies Weizen, ja genau das ist das Richtige. Da hier Selbstbedienung war, bemerkte ich erst als ich fast fertig mit dem Bier war, das war gar nicht alkoholfrei.

Na gut, wenn ich jetzt Schlangenlinien fahre wird die Strecke eben ein wenig länger.

Eigentlich habe ich nichts gemerkt, doch nachdem ich in Bilshausen eine extra Runde gedreht hatte, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Ich war in Bilshausen an einer rechts liegenden Bäckerei vorbei gefahren. Nach einer Rechtskurve musste ich links in eine kleine Seitenstraße abbiegen um abseits der Landesstraße zu fahren.

Die eingezeichnete Garminstrecke lag etwas weiter links von meinem Standpunkt, doch um so weiter ich fuhr, um so dichter kamen sie und trafen wieder zusammen.

Jetzt ging es rechts, rechts und im nächsten Ort links. Hier kam mir alles bekannt vor und dann nach knappen 100 Metern sah ich links eine Bäckerei. Schon wieder ein Bäcker und der sah genauso aus? Unglaublich es war derselbe Bäcker, nur in der entgegengesetzten Richtung.

Wie hatte ich das geschafft, anscheinend war mir das eben fahren zu langweilig und ich habe einfach eine große extra Runde über den Ortsschild Bodensee kleinen Berg machen wollen.

Jetzt wurde umgedreht und auf der L523 weitergefahren, über die ich auch bald in Bodensee ankam.

15:20 Uhr

Kleine Pause in Bodensee.

Ich musste immer öfter kleine Pausen einlegen, es ist einfach zu heiß und obwohl ich den Harz hinter mir gelassen hatte, ging es immer wieder einen kleinen Hügel nach dem anderen hoch. Ich hatte schon keine Lust mehr, abwärts zu fahren, denn danach käme der nächste Hügel.

Die Orte Krebeck und Ebergötzen waren dennoch schnell erreicht.

Als ich Ebergötzen verlassen wollte, ging es los. Schon als ich die Steigung sah, war ich kaputt.

Erstmal kühlte ich mich unter der Brücke im Schatten am kalten Beton, dann begann der Aufstieg. Fahren war nicht drin, zu steil, zu heiß und zu erschöpft. Gut, dass es alle paar Meter einen Baum gab der seinen Schatten über den Wirtschaftsweg warf. Hier konnte ich immer einen kurzen Stopp einlegen, mich auf der Straße gegen mein Fahrrad legen und erholen. Mein Kreislauf war runter, da nutzte auch nicht das viele Trinken.

Nach einem weiteren Stopp war es irgendwann geschafft und ich war oben.

Jetzt wurde es, trotz der Hitze, einfacher. Bis Landolfshausen lief es leicht abwärts und danach auf ebener Strecke bis nach Mackenrode.

17:45 Uhr

Mackenrode, hier musste ich mir wieder Wasser besorgen.

Da wiedermal kein Mensch zu sehen war, klingelte ich an der nächsten Haustür.

„Klar können Sie haben, kommen Sie rein und bedienen Sie sich“. Super, jetzt nur noch nach dem Weg gefragt. „Nein, über den Hügel würde ich nicht fahren, nur Schotter und bergauf. Kommen Sie in den Garten ich hole eine Karte.“

Im Garten wurde mir dann gleich ein Stuhl angeboten. „Oder wollen Sie lieber auf die Liege?“ „Ach, Liege wäre auch nicht schlecht.“ Während ich mich gemütlich in der Liege entspannte, besorgte er eine Karte.

Er erklärte mir, ich sollte wieder zurück bis zur Ortsmitte fahren und dann die L547 lang. Das erste kleine Stück würde es leicht etwas aufwärts gehen, aber ab dann über die folgenden Orte Gross Lengden und Klein Lengden bis zur L569 nur noch abwärts.

An der L569 gibt es einen Radweg bis nach Göttingen.

Der Gedanke gefiel mir, vor allem weil ich so kaputt war und es auch schon so spät war.

Bevor ich weiter fuhr nahm ich das Angebot an, mich noch kurz auf der Liege zu erholen und setzte meine Fahrt um 18:15 Uhr fort.

Jetzt war ich so fit, dass ich, zurück im Ort, auch wieder Lust hatte den dortigen Cache 8 zu suchen.

18:55 Uhr, 79 km, Göttingen erreicht.

Der Rest ging gemütlich über die Äcker am Rand von Göttingen und Marinas Haustür schon war ich in Rosdorf.

Nun nur noch eine kleine Steigung in der Siedlung hinauf und schon…., schon wieder war die Kette abgesprungen. Doch ich hatte ja Übung und so war die Kette schnell wieder drauf.

5 Minuten später war ich um

19:25 Uhr, 84,9 km,am Ziel

und stand vor Marinas und Helmuts Tür.


Tagesdaten:    84,9 km    10:00 Std.   Ø 7,08 km/h;      4 Cache


Donnerstag, 27.06.2019

Heute konnte ich etwas länger schlafen, aufstehen so gegen 7:00 Uhr. Göttinger KiesteichGemütliches Frühstücken mit Marina, Helmut und Lotti auf dem Balkon.

8:13 Uhr, Abfahrt aus Rosdorf.

Schnell hatte ich Rosdorf hinter mir und war in Göttingen. Runter von der Hauptstraße und schon war ich am Göttinger Kiessee. Der Weg ging von dort durch eine Gartenanlage zur Leine. Ab hier konnte ich immer an der Leine entlang fahren, bis ich kurz vorm Ende Göttingens war. Kurze, ca. 500 m an der B3, unter der B446 durch und ich war raus aus Göttingen.

Jetzt ging es nur noch durch Felder, fernab der Hauptstraße entlang. Innerhalb weniger Kilometer konnte ich die Cache 9-11 loggen.

In Bovenden konnte ich meinen geplanten Weg leider nicht nehmen, er war kaum noch zu sehen. Ich fragte ein mir entgegen kommendes Ehepaar, wie ich auf dem Weg Richtung Nörten-Hardenberg komme. Es erklärte mir, dass ich richtig bin und nach 100 m wieder auf meiner Strecke komme.

Weiter ging die Fahrt durch die Felder, hier gab es keine Steigung, höchstens mal eine Brücke, aber dafür bei Angerstein einen weiteren Cache 12.

Ich ließ Nörten-Hardenberg und Northeim links von meiner Strecke liegen, kam am Grossen See vorbei und fand Cache 13.

In Höhe Hollenstedt war für mich der Weg wieder einmal nicht klar ersichtlich, erst nach Überquerung eines kaum zu sehenden Weges über eine Wiese, befand ich mich wieder auf dem richtigen Weg. Kaffee und Kuchen Weiter ging es durch Edesheim, Eboldhausen bis ich in Kalefeld ankam.

11:38 Uhr, 43,4 km

In Kalefeld finde ich auch endlich mal einen Bäcker.

Ich bestellte mir eine heiße Schokolade und würde auch gerne ein Stück Kuchen essen, doch die verkaufen nur große Stücke und das ist mir zu viel. Anscheinend hatte die Verkäuferin Mitleid mit mir und teilt trotz allem ein Stück für mich.

Als ich fragte, ob ich einen Stuhl mit herausnehmen kann, um mich dort hinzusetzen, bringt sie mir sogar einen Tisch. Bezahlen muss ich für beides zusammen 2,00 €. Na, da konnte ich mir auch noch das vom Bäcker selbstgemachte Waldmeistereis gönnen. Sehr lecker.

Danach musste ich mich mal wieder eincremen.

12:00 Uhr

Gut gestärkt und erholt ging es weiter auf den Wirtschaftswegen Ortsschild Bad Gandersheim über Sebexen (Cache 14) nach Osterbruck (Cache 15). Bei diesem Cache vergaß ich, nach dem loggen, meinen Geocachestempel wieder einzupacken.

Nach Osterbruck musste ich wieder auf der Bundesstraße fahren. Nur weil ich einen kleinen Bogen über Rimmerode schlug, konnte ich diese für einen kurzen Augenblick verlassen. Jetzt wieder für ein weiteres Stück zurück, konnte ich sie kurz vor Bad Gandersheim, bei Drei Lingen für länger Zeit verlassen.

Fuhr über Wrescherode in Bad Gandersheim rein.

Nach Osterbruck musste ich wieder bis kurz vor Bad Gandersheim auf der Bundesstraße fahren. Nur weil ich einen kleinen Bogen über Waldtunnel Rimmerode schlug, konnte ich diese für einen kurzen Augenblick verlassen. Erst bei Drei Lingen war die Bundesstraße für längere Zeit kein Thema mehr.

12:50 Uhr, 51,7 km

In Bad Gandersheim war ich zu schnell und ich fuhr ein Stück zu weit. Stand an der Ampel und schaute mir den Verlauf meines eigentlichen Weges mit dem jetzigen Weg an. Auf dem jetzigen Weg bleiben brachte nichts, die Wege führen nicht mehr zusammen. Es blieb nichts anderes übrig, ich musste ein Stück zurückfahren. An der richtigen Abzweigung angekommen, brauchte ich mich gar nicht wundern, dieser kleine Weg war fast nicht zu sehen.

Gut, dass ich zurück gefahren bin, diese jetzige Strecke war einfach super.

Es handelt sich um einen Radweg auf einer alte Eisenbahnstrecke, der Lammetalbahn. Sie verläuft von Bad Gandersheim bis nach Bodenburg, über eine Strecke von 23 km (http://www.bahntrassenradwege.de/index.php?page=skulpturenradweg). Pause auf dem Eisenbahnradweg

Hier machte das Radfahren Spaß, natürlich gab es hier auch Steigungen, aber nur ganz leichte. Dafür lief das Rad aber leicht und es ging durch eine schöne Gegend, an der es ab und zu auch mal eine Bank zum pausieren gab.

13:26 Uhr, 60 km

10 Minuten Pause, ein Foto gemacht und schon ging es weiter.

13:48 Uhr, 6,7 km

Hatte den Ortseingang von Lamspringe und auch den nächsten Cache 16 erreicht. Beim Eintragen ins Logbuch bemerkte ich, dass ich anscheinend am letzten Cache, mein Stempel nicht wieder eingepackt hatte. Das ist sehr Schade, aber jetzt die ganze Strecke zurück zum letzten Cache fahren, dazu hatte ich keine Lust.

Knapp 1 Kilometer und 5 Minuten später war ich schon wieder am anderen Ende von Lamspringe.

Bis zum nächsten etwa 1 km entfernten Ort Graste, ging es auf der L489 entlang. Doch ab hier setzte sich anscheinend die alte Bahnstrecke fort. Direkt am Anfang der alte Bahnstrecke gab es den Cache 17. Wirtschaftsweg

Die alte Bahnstrecke verläuft schön parallel zur Landstraße an den Orten Netze und Harbarsen (Cache 18, 19) vorbei.

Es machte richtig Spaß hier zu fahren, doch hinter Harbarsen war es damit vorbei. Ich musste in die andere Richtung fahren und deshalb die alte Bahnstrecke verlassen.

Ich fuhr 500 m weit auf der L490 und bog dann auf einen Wirtschaftsweg ab.

14:45 Uhr, 72,7 km

Es war zwar wieder hügelig, ging mal bergauf, mal bergab, doch es ließ sich gut fahren, Der einzige Nachteil war, hier war nirgends ein Schatten zu finden.

Ich musste 20 Minuten durchhalten, bevor ich nach 4,7 km AlmstedtStreckenschild Diekholzen erreicht. Hier fragte ich wieder mal nach Wasser, was ich auch bekam.

Kurz hinter Almstedt musste ich rechts abbiegen und langsam den nächsten Hügel erklimmen. Es war nicht so steil, aber die Strecke zog sich, dennoch schaffte ich es ohne abzusteigen. Der Rest des Weges lief bis zum Ort Petze, parallel am Hügel entlang,. Jetzt ging es durch den Ort Richtung Hildesheimer Wald.

15:34 Uhr

Ich hatte den Hildesheimer Wald erreicht und stand vor dem Schild mit Streckenangaben.

Diekholzen 4 km. Das war zu schaffen, auch wenn es jetzt erst noch einmal schön steil nach oben ging. Fahren ging nicht, ich schaffte es ja nicht einmal mit Schwung, mich in den Sattel zu schwingen um loszutreten. Gut das es bis oben nicht mehr als etwa 650 Meter weit war. Brigittes Haustür

Von oben ging es bis nach Diekholzen nur noch abwärts. Sehr erholsam, ich brauchte gar nicht treten, nur bremsen, wenn ich an den auf der Strecke liegenden Cache 20-26 kam. An den ein oder anderen Cache bin ich einfach vorbei gefahren, sonst wäre ich nie bei Brigitte ankommen. Hatte schon so fast 40 Minuten für die 4 km gebraucht.

Jetzt mussten nur noch die paar Höhenmeter bist zu Brigittes Wohnung geschafft werden und schon stand ich um

16:21 Uhr, vor Brigittes Tür.


Tagesdaten:    87,3 km     8:08 Std.   Ø 10,73 km/h       18 Cache


Freitag, 28.06.2019

Ich hatte die Nacht ruhig auf dem Sofa verbracht und wurde noch nicht einmal von June gestört. Hildesheimer Wald

7:30 Uhr, aufstehen.

Brigitte und ich hatten ausgemacht, dass wir beim Bäcker im Ort frühstücken werden.

8:45 Uhr, wir fuhren in den Ort, Brigitte mit dem Auto und ich natürlich mit dem Rad.

Heute hatte ich es nicht eilig, denn meine Strecke war nicht weit. So ließen wir uns Zeit und frühstückten gemütlich.

9:30 Uhr, wir waren fertig mit frühstücken und ich war abfahrbereit.

Raus aus Diekholzen, ging es ein wenig bergauf, doch das war alles kein Problem mehr. Kanalweg Es war nicht besonders steil, auch war es heute nicht mehr so heiß. Gemütlich konnte ich auf den ersten 4 km auch die Cache 27 – 30 suchen.

Der Weg ging weiter durch Felder zum Steinberg, über dem ich am unteren Waldrand bis in die Stadt Hildesheim kam. Loggte Cache 31 und fuhr durch die Straßen der Wohngebiete bis ich unter der B1 durch war. Ab hier ging es durch Stadtfelder und Parks bis zum Hafen des Hildesheimer Stichkanals.

10:32 Uhr, 13,4 km

Wenn ich Glück hätte, würde es von hier bis zur Schleuse Sehnde, immer am Kanal entlang gehen. Nur sicher war ich mir nicht, ob der Weg bis dahin schon komplett zu befahren ist. Ich fuhr einfach los und werde mich überraschen lassen.

11:22 Uhr, 23,8 km

Bis Lühnde ging es auf guten bis sehr guten Wegen und Blick zum Sehnder Berg Trampelpfaden am Kanal entlang und ich konnte auf dieser 10,4 km langen Strecke auch die Cache 32,33 finden. Leider war dann aber doch der Weg zu Ende. Ich musste hoch zur Straße und fuhr durch Wätzum und Ummeln.

In Ummeln verließ ich die Landstraße und fuhr durch die Felder auf Sehnde zu.

11:40 Uhr, 29,0 km, Sehnde erreicht.

Das letzte Stück führte mich am Jachthafen vorbei und über den Feldweg kam ich dann aus Richtung Rethmar bei mir um,

11:52 Uhr, Zuhause an.


Tagesdaten:       31,3 km       3:07 Std.      Ø 10,4 km/h       7 Cache
Tourdaten:   272,1 km   30:15 Std.      Ø   9,0 km/h     33 Cache

Michas Haustür





Harz Streckenkarte